Den Ergebnissen des am 24. April 2013 ins Leben gerufenen Untersuchungsausschusses zufolge ist der Besitzer der vor wenigen Wochen eingestürzten Fabrik in Bangladesch, in dessen Trümmern 1.127 Menschen starben, der Hauptverantwortliche. Der Eigentümer Sohel Rana sei durch Schwarzgeld reich geworden und habe angefangen, sich über alle Gesetze und Vorschriften hinwegzusetzen, so Ausschussleiter Main Uddin Khandaker. So sei minderwertiges Baumaterial für die Errichtung des Gebäudes verwendet worden. Sofern es zu einer Verurteilung wegen schuldhafter Tötung kommt, würde der bereits festgenommene Rana eine lebenslange Haftstrafe verbüßen müssen.
Anlässlich der vermehrten Katastrophen in Textilfabriken in Billiglohnländern wie Bangladesch oder Kambodscha waren die Arbeitsbedingungen stark in die Kritik geraten, so wurden zahlreiche internationale Unternehmen, deren Produktionsstätten dort angesiedelt sind, dazu angehalten, ein Brandschutz- und Gebäudesicherheitsabkommen zu unterzeichnen.
