Forderungen in Höhe von rund 387.000 Euro sollen hunderte streikende Textilarbeiter in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka gestellt haben. Diese Summe basiert auf den seit Monaten durch die Arbeitgeber zurückgehaltenen Löhnen, weshalb die Demonstranten am 28. Juli 2014 in den Hungerstreik getreten waren, etwa 100 Arbeiter seien nun in Krankenhäuser gebracht worden. Handelsminister Tofail Ahmed habe die Streikenden in einem Statement um ein bis zwei Tage gebeten, in denen er eine adäquate Lösung für die Situation suchen wolle.
Gerüchten zufolge werde der Lohn mit Absicht zurückbehalten, um die Freilassung von Delwar Hossain, Besitzer der Tuba-Gruppe – zu der auch die Tazreen-Fabrik gehört, deren Brand vor gut zwei Jahren etwa 112 Menschen zum Opfer fielen –, auf Kaution zu erpressen.
Update vom 6. August 2014: Delwar Hossain, laut der Zeitung Daily Star wegen Totschlags angeklagt, sei nun auf Kaution freigekommen. Für die Annahme, mit der Einbehaltung der Löhne Druck auf die Justiz ausüben zu wollen, spricht nun vor allem die Tatsache, dass der Verband der Textilhersteller und -exporteure Bangladeschs nur wenige Stunden nach Hossains Freilassung damit begonnen haben soll, einige der ausstehenden Löhne zu bezahlen.
Bangladesch: Freilassung durch Lohnauszahlungsstopp?
/ 06.08.2014Hunderte Textilarbeiter demonstrierten am 3. August 2014 in Bangladesch für die Auszahlung monatelang zurückgehaltener Löhne. Dies galt als Druckmittel für…

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