Aufwärtskurve auf der Innatex

  /  03.08.2021

Am 2. August 2021 endete die jüngste Ausgabe der Innatex – die Zahlen seien zwar kein Vergleich zu denen vor der Pandemie, aber es gebe derzeit eine Aufwärtskurve…

Die 48ste Edition der Innatex, die vom 31. Juli bis zum 2. August 2021 an den Start ging, schloss laut Veranstalter mit einer leicht höheren Visitor-Zahl im Vergleich zum Vorjahr ab. Schon im Sommer 2020 fand die Messe in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main statt, während viele andere der Pandemie zum Opfer fielen. Diese Sonderstellung sei nun gleichgeblieben, aber eine Veränderung habe sich feststellen lassen: Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher stieg seitdem um 10% an. „Die Zahlen sind kein Vergleich zu denen vor der Pandemie, aber wir sind sehr froh, dass es derzeit eine Aufwärtskurve gibt“, resümiert Jens Frey, Geschäftsführer der veranstaltenden Muveo GmbH.

Covid-19 habe große Unsicherheit in die Branche gebracht, was beispielsweise Budgets, Offline-Maßnahmen oder etwa das Reisen betrifft, stellt Alexander Hitzel, Projektleiter der Innatex, fest. Doch die Stimmung scheine sich langsam, wenngleich verhalten, aufzulockern. Auch die Zahl der internationalen Ausstellerinnen und Aussteller habe sich mit 25% sehen lassen können: „Wir mussten in vielen Situationen sehr kurzfristig reagieren, hielten aber immer an der Sommermesse fest. Und das ist gut so, es muss ja weiter gehen“, so Hitzel.

Zu den Premieren gehörte der African Pavilion, den die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in Kooperation mit der Innatex konzipiert und umgesetzt hat. Das Interesse am Stand sei groß gewesen, so Sarah Vogt von der GIZ. Man habe erstmals 13 Fashiondesignerinnen und -designer sowie Textilunternehmen auf der Innatex vertreten, die für die Kreativität, Innovation und den Gründergeist der aufstrebenden afrikanischen Textilindustrie stehen. Mit dem African Pavilion wolle man Unternehmen den Zugang zum deutschen und europäischen Markt erleichtern und so Jobs vor Ort schaffen.

Eine weitere Kooperation gingen Anna Voelske von Fairmodel und die Innatex ein. Fairmodel ist die weltweit erste Modelagentur, die nur Gesichter unter Vertrag nimmt, welche exklusiv für nachhaltige Marken arbeiten. „Die Werbung befindet sich in einer Glaubwürdigkeitskrise“, so die Gründerin. „Konsument:innen sind nicht mehr nur bloße Käufer:innen, sondern auch kritische Instanz. Wir sehen glaubwürdige Persönlichkeiten und Models als extrem wichtig an, um als Repräsentant:innen von nachhaltigen Marken Vertrauen zu schaffen. Auch die Innatex Messe ist eine seriöse Plattform, auf der seit über 20 Jahren kritisches Hinterfragen sogar erwünscht ist.“

Laut Hitzel stellten diesmal auffallend viele neue Labels und Kollektionen aus – darunter Upcycling-Mode von Anzünderin, Schuhdesigns von Clewoo, chunky Sneakers von ACBC sowie Jeans von L‘Ago Verde. Auch bereits bekannte Marken wie Alma & Lovis oder N‘go Shoes mit einem Crowdfunding-Projekt featuring Viva con Aqua stellten Neuheiten vor. Hitzel: „Für diese Innatex konnten wir einige Ideen und Neuerungen corona-bedingt nicht umsetzen. Umso mehr Überraschungen kann die Community hoffentlich im Winter erwarten.“ Die nächste Innatex soll vom 22. bis zum 24. Januar 2022 stattfinden.

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