Arbeitsniederlegung bei Amazon

  /  04.06.2014

Erneuter Streik bei Amazon: Nachdem am 30. und 31. Mai 2014 in zwei Versandzentren die Arbeit niedergelgt wurde, schlossen sich Anfang Juni weitere an...

Ver.di setzte die Streiks bei Amazon am 30. und 31. Mai 2014 fort. Die Beschäftigten der Versandzentren in Bad Hersfeld waren mit Beginn der Nachtschicht zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, die in Leipzig schlossen sich mit dem Start der Frühschicht an. „Die Weigerung von Amazon, über einen Tarifvertrag zu sprechen, zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Wertschätzung gegenüber der Leistung der Beschäftigten“, sagt Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Insgesamt sollen sich mehr als 650 Beschäftigte am Streik beteiligt haben. Dies seien zwar etwas weniger Teilnehmer als beim letzten Mal gewesen, was allerdings daran liege, dass am Brückentag nach Christi Himmelfahrt weniger Arbeiter vor Ort gewesen seien, heißt es seitens Ver.di auf Anfrage. Insofern sei die Beteiligung gut und erfreulich stabil gewesen.

Am 2. Juni 2014 wird erneut ganztägig in Bad Hersfeld gestreikt – diese Fortsetzung wurde am 31. Mai in einer Streikversammlung beschlossen. Auch in Graben bei Augsburg wird die Arbeit niedergelegt, am 3. Juni schlossen sich zudem Arbeiter des Versandzentrums im nordrhein-westfälischen Rheinberg mit Beginn der Frühschicht um 5.00 Uhr den Streikenden an. „Wir werden nicht hinnehmen, dass Amazon dauerhaft daran festhält, einseitig und willkürlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen festzulegen“, betont Nutzenberger. Als erster Schritt hin zu einem Tarifvertrag seien Lohnerhöhungen bei Amazon nötig. Während die Beschäftigten im Tarifbereich Einzel- und Versandhandel im vergangenen Jahr Entgeltsteigerungen von 5,1% in zwei Stufen erreicht hatten, gab es bei Amazon eine Erhöhung um durchschnittlich 2%.

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