Die Onlineplattform Amazon versteuert die hierzulande erwirtschafteten Gewinne nun auch in Deutschland und nicht, wie bisher, in Luxemburg. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung hatte ein Sprecher dies damit begründet, dass sich der Konzern aufgrund der Versteuerungspolitik zunehmender Kritik ausgesetzt sah. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans steht der Ankündigung von Amazon offenbar skeptisch gegenüber. Zwar sei sie ein erstes wichtiges Signal – jedoch auch nicht mehr, denn die europäische Steuerpolitik biete noch viel Raum für kreative Gestaltung.
Da Amazon stetig in den Konzern- und Sortimentsausbau sowie in die Expansion investiert, weshalb im vergangenen Jahr ein Verlustgeschäft in Höhe von 241 Mio. US-Dollar im Vergleich zum Vorjahresgewinn mit 241 Mio. Dollar verzeichnet wurde, bleibt offen, ob und falls ja, in welcher Höhe in Deutschland überhaupt steuerpflichtige Gewinne anfallen.
