Im Zuge des Launchs der Alexander Wang x H&M-Kollektion hat der Blog Dandy Diary ein „Alternatives Werbevideo“ veröffentlicht, in dem sie provokativ die Fertigungsbedingungen des Konzerns und des Designers zur Diskussion stellen. In dem in einer indischen Fabrik mit 30 Arbeitern gedrehten Video geht es um Kinderarbeit; die im Film zu sehenden Kinder sind laut Dandy Diary zwischen neun und elf Jahre jung. Kurz nach der Veröffentlichung ließ H&M verlauten, juristisch gegen das Video, das mit Unterstützung einer spanischen, aktuell in Mumbai lebenden Kriegsjournalistin gedreht wurde, vorzugehen.
Die aufgenommenen Videoaufnahmen zeigen nicht die Produktion von Teilen der Alexander Wang x H&M-Kollektion, diese sei nicht in Indien produziert worden. Der Konzern betont, dass sich alle Lieferanten verpflichten, nach dem H&M-Verhaltenskodex zu handeln, was unter anderem bedeute, unter keinen Umständen Kinderarbeit einzusetzen. H&M-Auditoren führen regelmäßige Kontrollen durch, heißt es.
Update: Der Film wurde verboten. Die Anwälte von H&M haben Dandy Diary aufgefordert, sowohl das Video als auch den Blogpost dazu zu löschen. Das wurde am 7. November getan. H&M behält sich darüber hinaus ausdrücklich weitere Schadensersatzansprüche vor.
Update 2: Dandy Diary hat sich im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung im dazu verpflichtet, eine Richtigstellung zu unterschreiben und zu veröffentlichen.
