Aktionswoche gegen Niedriglöhne

  /  24.10.2013

Mit einer Aktionswoche kämpfen die Kampagne für Saubere Kleidung und Inkota weiter für höhere Löhne für NäherInnen in der Textilindustrie…

Um das Recht auf einen existenzsichernden Lohn für NäherInnen in der globalen Bekleidungsindustrie einzufordern, startete Clean Clothes eine neue Kampagne unter dem Aufruf „NäherInnen verdienen mehr. Existenzlohn für alle!“. Den Auftakt bildet eine Aktionswoche vom 21. bis zum 27. Oktober 2013 in 15 europäischen Ländern, unter anderem in Belgien, den Niederlanden, Tschechien, Polen, Österreich, Italien sowie auch in Deutschland.

13.336 Unterschriften übergaben Aktivisten der Kampagne für Saubere Kleidung und von Inkota an den Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie in Berlin und an die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels. Mit dem Online-Appel „No more Excuses – Schluss mit den Ausreden“ fordern sie die Verbände auf, sich für höhere Löhne in der globalen Bekleidungsindustrie einzusetzen.

„Hungerlöhne haben direkte Auswirkungen auf die ArbeiterInnen und ihre Familien: Mangelernährung, schlechte Wohnbedingungen, ungenügende medizinische Versorgung“, erklärt Inkota-Referent Berndt Hinzmann. „Weil ein existenzsichernder Lohn fehlt, sind viele Arbeiterinnen gezwungen, sich mit langen Arbeitszeiten Überstundengeld oder Boni zu verdienen.“

In Bangladesch, wo laut der Kampagne für Saubere Kleidung geschätzte vier Mio. Menschen in der Modeindustrie arbeiten, beträgt der aktuelle Mindestlohn 28,60 Euro (3.000 Taka) im Monat – 11% von den 259,80 Euro (25,687 Taka), die die Asia Floor Wage Alliance als Basis-Existenzlohn für das Land berechnet hat.

„In den vergangenen Monaten haben wir mit dem Abkommen zu Gebäude- und Brandschutzsicherheit in Bangladesch die Unternehmen zu wichtigen Schritten in die richtige Richtung gedrängt“, so Hinzmann weiter. „Aber das allein genügt nicht. Die Näherinnen brauchen einen Lohn, von dem sie leben können.“

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