Adidas verliert dritten Sponsorenvertrag

  /  06.12.2012

Innerhalb weniger Wochen ist Rutgers die dritte Hochschule, die Adidas den Sponsorenvertrag gekündigt hat. Der Sportartikelhersteller steht in der Kritik nicht beglichener Lohnzahlungen.

Bereits seit einigen Wochen steht Adidas in der Kritik, Abfindungszahlungen an rund 2.800 Mitarbeiter eines indonesischen Zulieferers in Millionenhöhe schuldig geblieben zu sein. Nachdem die Cornell University auf diese Nachricht mit entsprechenden Konsequenzen reagiert und den Sponsorenvertrag mit dem Sportartikelhersteller gekündigt hatte, taten es ihr die Wisconsin-Madison und jetzt auch die Rutgers University gleich.

Damit reagiert die amerikanische Hochschule, die zu den so genannten „Public Ivys“ – den Eliteuniversitäten der USA – gehört, auf das Engagement einer Studentengruppe namens Rutgers United Students Against Sweatshops. Diese soll sich für die Rechte von Arbeitern in Schwellenländern eingesetzt haben, in denen auch Adidas Firmen für die Herstellung verschiedener Produkte beschäftigte.

Adidas verweist jedoch, wie schon zuvor, darauf, dass die betreffende Fabrik PT Kizone bereits von den Besitzern illegal geschlossen worden sei und die Marke den Vertrag eingehalten, alle bis dato ausstehenden Löhne bezahlt und zudem Unterstützung in den Billiglohnländern geleistet habe. Arbeitsrechtsbewegungen wie die Clean Clothes Campaign halten jedoch dagegen, dass der Sportartikelhersteller durch entsprechende Lizenzabkommen zur Einhaltung der gleichen Regeln verpflichtet sei, die auch für die Fabriken gelten, die im direkten Besitz der beschuldigten Firma sind.

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