Adidas: Marge rauf, Portfolio runter

  /  11.04.2012

Mit „zahlreichen Wachstums- und Effizienzprogrammen“ sollen bei Adidas bis 2015 sowohl der Umsatz als auch die Margen steigen. Ein Schritt zum Ziel: Das Sortiment wird um 25% verkleinert.

Adidas will nicht nur wachsen, sondern auch effizienter werden, daher ist unter anderem eine Ausdünnung des Sortiments von aktuell rund 47.000 Artikeln um 25% geplant. „20% der Produkte machen in etwa 80% des Umsatzes. Wir haben einfach zu viele Artikel im Sortiment. Da muss was geschehen. Wir müssen die Produkte herausnehmen, bei denen Margen und Mengen zu klein sind, sich somit eine Logistik dafür nicht lohnt“, erklärt Vorstandschef Herbert Hainer im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Das Ziel des Unternehmens ist eine Erhöhung des Umsatzes von 13 auf 17 Mrd. Euro sowie eine Steigerung der operativen Marge von 7,6 auf 11% bis 2015. Ein weiterer Schritt soll die Virtualisierung des Verkaufsprozesses für Händler sein. „Wir nennen das virtuellen Verkaufsraum. Wir zeigen einen großen Teil unserer Verkaufsmuster in 3D auf Großbildschirmen und haben nur noch einen kleinen Teil von physischen Mustern im Showroom zum Anfassen. Adidas hat dies Ende vergangenen Jahres in Frankreich implementiert. Nun kommt der Rest Europas, mit Nordamerika haben wir auch bereits begonnen, Asien folgt. In den nächsten 18 Monaten soll dieses Konzept in der ganzen Welt ausgerollt sein“, so Hainer.

Durch die Verringerung der Ausgaben für Material und Logistik erwartet das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag an Einsparungen pro Jahr. Schon 2012 sollen 40% aller Umsätze über den virtuellen Verkauf generiert werden, 2013 bereits 60%.

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