Der amtierende Adidas-Chef Herbert Hainer steht unter kritischer Beobachtung, da das operative Geschäft von Adidas rückläufig ist und das Unternehmen zunehmend hinter Marken wie Nike und Under Armour zurückbleibt. Nun wartet der Vorstandsvorsitzende, dessen Vertragsfrist im März 2017 endet, mit einer neuen Wachstumsstrategie auf, laut welcher der Konzern den Umsatz bis 2020 um mehr als fünf Mrd. Euro auf knapp 20 Mrd. Euro steigern soll, berichtet das Manager Magazin. Der Entwurf der „Strategie 2020“ sehe außerdem eine operative Umsatzrendite von mindestens 10% vor, wesentlicher Baustein ist jedoch die so genannte Metropolenstrategie. Dependancen in Städten wie New York, Los Angeles, Shanghai, Tokio, London und Paris sollen Adidas erneut auf Kurs bringen.
Anfang März 2015 will das Unternehmen eine fertigte Fassung des Konzepts vorlegen, zeitgleich suche man gemeinsam mit der Personalberatung Egon Zehnder nach einem Nachfolger für Hainer. Diese war bereits an der Verjüngung des Managements im vergangenen Jahr beteiligt, im Zuge derer zwölf von 16 Positionen neu besetzt wurden. Nachdem bereits der Portfolio-Manager des Adidas-Aktionärs Union Investment, Ingo Speich, den Rücktritt Hainers gefordert hatte, jedoch gescheitert war, sollen sich nun weitere Investoren für eine Neubesetzung ausgesprochen haben.
