Die Adidas Gruppe hat ein Status-Update zu den Zielen für die drei strategischen Säulen Speed, Key Cities und Open-Source gegeben, die Grundlage des Geschäftsplans „Creating the New“ bis 2020 sind. Treiber für die Steigerung der Markenbegehrlichkeit sei laut Unternehmen ein bestmöglicher Service für Konsumenten. So sollen die Produkteinführungszeiten deutlich beschleunigt werden. Die Kapazitäten beim Nachproduzieren saisonaler Bestseller sollen verbessert, die Kompetenzen, wenn es darum geht, Trends zu setzen und aufzugreifen, gestärkt und die Programme für Produkte, die kontinuierlich nachgeliefert werden, erweitert werden. Der Konzern geht davon aus, mit den „Speed-Initiativen“ das Risiko von Überbeständen zu reduzieren, zusätzliche Umsätze zu erzielen und deutliche Margensteigerungen zu erreichen.
Zudem hat der Konzern sechs Key Cities definiert – Los Angeles, New York, London, Paris, Schanghai und Tokio –, die als Vorbilder für die restliche Welt dienen werden und in denen das Unternehmen überproportional in Marketing und Einkaufserlebnisse investieren will. Man geht davon aus, das Geschäft in den nächsten fünf Jahren in jeder dieser Städte zu verdoppeln.
Adidas will außerdem ein kollaboratives Netzwerk aufbauen. Dazu lädt das Unternehmen Athleten, Kreative, Konsumenten und andere Partner ein, gemeinsam die Zukunft des Sports und der Sportkultur zu gestalten und gibt ihnen Zugriff auf interne Tools wie Archive, Materialien, Fabriken und Daten. Ein Beispiel von Open-Source ist die Kollaboration mit Kanye West: Die Yeezy Season 1 Fashion Show zog laut Adidas unvergleichliche Aufmerksamkeit auf sich und die Sneaker erzielten weltweit eine bis dato unerreichte Durchverkaufsrate. Ein weiteres Beispiel ist die für Herbst 2016 geplante Eröffnung des Designstudios und Kreativzentrums „Creator Farm“ in New York. Neben dem klassischen Sportbereich soll es künftig zudem Berührungspunkte mit den Branchen rund um Gesundheit, Performance-Tracking, Unterhaltungserlebnis, Produktion und Nachhaltigkeit geben. Die Partnerschaft mit Parley for the Oceans ist hier ein Beispiel. James Carnes, Vice President Brand Strategy Creation: „Unser Portfolio kreativer Einflusspersonen und innovativer Partner, darunter Kanye West, Stella McCartney, Disney, Parley for the Oceans, Red Bull Media House, BASF und Google, bietet uns unglaubliche Möglichkeiten, um unsere Marken bestmöglich zu nutzen, unser kreatives Potenzial zu entfalten und unsere Konsumenten mehr als jedes andere Sportunternehmen zu inspirieren.“ Die drei strategischen Säulen werden von der Speedfactory-Initiative unterstützt, mit der Adidas die Produktionskapazitäten in Deutschland erweitert; ab Mitte 2017 soll die Serienproduktion starten.
