Am vergangenen Wochenende wählten die rund 250 Beschäftigten der Münchener Filiale von Abercrombie & Fitch den ersten deutschen Betriebsrat des amerikanischen Unternehmens. Von den Arbeitnehmern sollen 64,8% an der Wahl teilgenommen und im Zuge dessen neun Betriebsräte ins Gremium beordert haben. „Das ist eine gute Wahlbeteiligung und zeigt eindeutig, dass die Beschäftigten hinter einem Betriebsrat stehen“, so Orhan Akman, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei Ver.di München für Mode- und Textileinzelhandel.
Die Wahl wurde in Zusammenarbeit von den Angestellten und Ver.di initiiert und sei von Beginn an gemeinschaftlich vorbereitet worden. Die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums ist für den 8. Mai 2014 vorgesehen. Kernthemen seien vor allem unbefristete Arbeitsverträge, höhere Stundenlöhne sowie eine Bindung an den Tarifvertrag des Einzelhandels, dem A&F bis dato noch nicht unterliegt. Im Zuge einer solchen Eingliederung würde den Beschäftigten neben Tariflöhnen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zudem sechs Wochen Urlaub sowie eine wöchentliche Arbeitszeit von 37,5 statt der aktuellen 40 Stunden zustehen.
In der Düsseldorfer Filiale soll ebenfalls eine Wahl des Betriebsrates durch Ver.di eingeleitet worden sein, sodass dies künftig auch in den anderen 23 deutschen Niederlassungen zum Thema avancieren könnte.
Abercrombie wählt Betriebsrat
/ 06.05.2014Ver.di setzt sich bei der Marke Abercrombie & Fitch für die Wahl eines Betriebsrats ein – für das Unternehmen ist es der erste auf dem deutschen Markt…

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