Abercrombie & Fitch: außergerichtliche Einigung

  /  02.10.2013

Weil sie die neuen Arbeitszeiten unzumutbar fanden, klagten die Mitarbeiter von Abercrombie & Fitch gegen das Unternehmen. Mit Erfolg?

Im Streit um Änderungskündigungen zwischen Abercrombie & Fitch und 32 Hamburger Mitarbeitern werden diese Ende Oktober das Unternehmen verlassen müssen. Man habe sich außergerichtlich auf eine Abfindungszahlung sowie eine Freistellung bis Ende des Monats geeinigt. Hintergrund des Streits waren die veränderten Arbeitszeiten, laut denen die Mitarbeiter statt – wie in den bisherigen Verträgen vorgesehen – von 21 bis spätestens 2 Uhr nachts den Shop künftig ab 4 Uhr morgens mit neuer Ware ausstatten sollten.

Die meist studentischen Hilfskräfte hielten diese neue Regelung für unzumutbar und klagten vor dem Arbeitsgericht. Im Verfahren führten sie an, als Studenten tagsüber an Vorlesungen teilnehmen zu müssen und daher die Arbeitszeit nicht leisten zu können. Zudem gingen mit den neuen Verträgen erhebliche Lohneinbußen einher, da in der Tages- die Zuschläge für die Nachtschicht wegfallen würden.

Bereits im August dieses Jahres war der Rechtsanwalt der Klägerseite, Heiko Hecht, davon ausgegangen, dass eine arbeitsrechtliche Sanierung dahinter steckt. Die Abfindungssumme sei aber akzeptabel, viele der Kläger hätten nach dem Streit ohnehin das Interesse an einer Weiterbeschäftigung verloren, so Hecht gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

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