Die Bio-Baumwollmarke Cotonea feiert in diesem Herbst 20-jähriges Jubiläum. Elmer & Zweifel, das Traditionsunternehmen für Baumwolltextilien aus dem schwäbischen Bempflingen, hat das Label für ökologische und faire Baumwollprodukte im Jahr 2003 lanciert. Roland Stelzer, Geschäftsführer des 1855 gegründeten Familienunternehmens: „Als wertebasiertes Unternehmen unterstreichen wir mit jedem Produkt, wie man sich wertschätzend, fair und bewahrend gegenüber Menschen und Umwelt verhalten und gleichzeitig eine wirtschaftlich gesunde Basis aufbauen kann.“
Erfolgsfaktoren
Die Ausrichtung auf Bio sowie die Transparenz gegenüber Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner zählen zu den Erfolgsfaktoren. Die Marke produziert nach dem „IVN Best“ Standard und ist „fair for life“ zertifiziert, ein Gütesiegel, das für Produkte vergeben wird, bei denen sowohl der Rohstoffanbau als auch jede Fertigungsstufe nach sozial-fairen Gesichtspunkten erfolgen. Gleichzeitig macht Cotonea alle Lieferketten transparent und damit die Stoffe bis zum Ursprung mit einem eigenen Produktpass rückverfolgbar. „Langlebige Bio-Baumwollstoffe, faire Arbeitsbedingungen und -bezahlungen sowie Rückverfolgbarkeit sind das genaue Gegenteil zum üblichen Fast Fashion-Prinzip“, so Stelzer. Nicht dem Mainstream und der Gewinnmaximierung, sondern der eigenen Überzeugung und Verantwortung folgen, sei seit über 20 Jahren die Haltung des Unternehmens.
Meilensteine
1995 hat der Baumwollspezialist mit der Verarbeitung von Bio-Baumwolle begonnen und darauf aufbauend die Nachhaltigkeitskompetenz kontinuierlich ausgebaut. Mit der Gründung von Cotonea ging die erste Vertragspartnerschaft zum Anbau von Bio-Baumwolle einher, 2004 in Kirgistan und 2009 in Uganda. Beide Regionen verbinden günstige klimatische Bedingungen mit ausreichend Regen. Durch die enge, langjährige Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Kirgistan, Uganda, Tschechien, Deutschland und der Schweiz kennt Cotonea alle Stationen entlang der Produktionskette auf persönlicher Ebene, vom Baumwollanbau über die Spinnerei, das Weben und Stricken der Stoffe bis hin zur Veredelung und Konfektionierung. Mit der Eröffnung der eigenen Näherei in 2013 und der Vorstellung einer eigenen Kinderbekleidungskollektion in 2016 ging die Marke weitere Schritte. Im 2022 und 2023 veröffentlichten globalen Nachhaltigkeitsranking Material Change Index (MCI) nahm das Label wiederholt den ersten Platz unter den deutschen Textilmarken in den Kategorien biologisch und fair erzeugter Baumwolle ein und wurde in der Gesamtbewertung als „Führendes Unternehmen, das den Wandel in der Branche vorantreibt“ eingestuft.
Blick nach vorn
Die Rolle als nachhaltiges, innovatives Unternehmen will das Label auch künftig einnehmen. „Die ökologischen und sozialen Herausforderungen in der Welt sind so gewaltig, dass sich jedes einzelne Unternehmen ambitionierte Ziele setzen und diese erfüllen muss. Wir als Nachhaltigkeitspioniere nehmen unsere Verantwortung schon seit den 1990er Jahren wahr, gestalten unser Unternehmen kontinuierlich nachhaltiger und leisten so einen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage“, erklärt Stelzer. Cotonea will das Sortiment weiterentwickeln, um die Kundengruppe auszuweiten, und sich auch künftig für Themen wie Biodiversität und Bodengesundheit engagieren sowie Forschungsprojekte wie den Textile Tracker, mit dem sich die Herkunft von Baumwolle im Labor nachweisen lässt, verfolgen. Auch das Pilotprojekt Textile Trust zur transparenten Nachvollziehbarkeit der Lieferkette auf Basis einer Blockchain-Technologie, bei dem das Unternehmen IBM von Cotonea unterstützt wird, gehört dazu.
20 Jahre Cotonea: nachhaltige Strahlkraft
/ 06.11.2023Cotonea feiert 20-jähriges Jubiläum; der Familienbetrieb hinter der Bio-Baumwollmarke besteht bereits seit 1855. Details zu Erfolgsfaktoren, Meilensteinen und Plänen…

Lagerhaus für biologische Rohbaumwolle im Partnerprojekt in Uganda ©Cotonea, Klaus Mellenthin
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