Der österreichische Unternehmer René Benko ist am 15. Oktober 2025 zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Am Vortag hatte der Prozess am Landesgericht Innsbruck gegen den Signa-Gründer begonnen – nachdem wichtige Zeugen fehlten, wurde die Fortsetzung nach kurzer Zeit auf den folgenden Tag verlegt.
Bei dem ersten Prozess ging es um das Verschleiern von Benkos Vermögenswerten im Rahmen seiner Insolvenz als Einzelunternehmer und somit um die Schädigung der Gläubiger. Die Summe belief sich auf 660.000 Euro. Durch die Schenkung von 300.000 Euro an seine Mutter habe er Vermögen beiseitegeschafft, um die Insolvenzmasse zu verkleinern, lautet das Urteil. Im anderen Fall, einer Mietvorauszahlung für eine Villa, wurde er freigesprochen.
Bei einer Verurteilung könnten Benko ein bis zehn Jahre Haft drohen, hieß es vor dem Prozess. Die Anklage ist nur eine von zahlreichen Verfahren gegen den ehemaligen Milliardär. Zu Hoch-Zeiten wurde das Vermögen des heute 48-Jährigen auf knapp fünf Mrd. Euro geschätzt. Benko, der bereits seit Januar in U-Haft ist, die ihm nun auf die 24 Monate Freiheitsstrafe angerechnet wird, und sein Anwalt Nobert Wess hatten auf nicht schuldig und für einen Freispruch plädiert.
Update, 16. Oktober 2025: Schon bald soll es einen weiteren Prozess geben, bei dem es erneut um die Schädigung von Benkos Gläubigern geht. Konkret soll er elf Luxusuhren, weitere Wertgegenstände und 120.000 Euro in bar im Hinblick auf die drohende Pleite der Signa-Gruppe beiseitegeschafft haben. 370.000 Euro Schadenssumme kommen so zusammen.
Update, 21. Oktober 2025: René Benko geht gegen die Verurteilung wegen Gläubigerschädigung vor, sein Anwalt hat eine Nichtigkeitsbeschwerde sowie Berufung eingelegt.
Zwei Jahre Haft für René Benko
/ 15.10.2025Am 14. Oktober startete der erste Prozess gegen René Benko, am 15. Oktober wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt. Sein Anwalt hatte für einen Freispruch plädiert…

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