Olivier Van den Bossche folgt bei Kaufhof auf Lovro Mandac als Vorsitzender der Geschäftsführung. Das laut eigenen Aussagen größte Ziel des Belgiers: Die Kundenzufriedenheit zu steigern, erklärt er gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Dafür werde er zunächst in den Filialen beobachten, wie das Unternehmen arbeite; über 40 Häuser kenne er bereits. Ein Ziel sei es, Kunden künftig noch emotionaler anzusprechen – ohne das Rationale zu vernachlässigen.
Zu den Spekulationen über eine Fusion von Karstadt und Kaufhof äußert sich Van den Bossche eher zurückhaltend. Sein Auftrag sei es, sich um Kaufhof zu kümmern. Was Wettbewerber machen, sei nicht sein Problem und die Entscheidung über eine Fusion läge bei der Mutter Metro in Düsseldorf.
Laut Van den Bossche werden Warenhäuser in Großstädten künftig an Bedeutung gewinnen. Dazu müsse man auch internationaler denken, vor allem in Städten wie Frankfurt, Berlin, München und Köln und sich fragen, was man beispielsweise zusätzlich für japanische, chinesische oder russische Kunden tun könne. In kleinen und mittleren Städten müsse man sich je nach Wettbewerbsumfeld und Kundenstruktur mit passenden Sortimenten als guter Nahversorger aufstellen. Er sei nicht angetreten, um Filialen zu schließen; Kaufhof wolle wachsen. Filialen, die in ihrem Umfeld gut aufgestellt sind, einen guten Produktmix, engagierte Mitarbeiter und gute Ergebnisse haben, müssten in der Regel nicht geschlossen werden, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, aber darum müsse man täglich kämpfen.
Kaufhof-Chef will Kundenzufriedenheit steigern
/ 13.10.2014Der neue Mann an der Kaufhof-Spitze will eruieren, wie man Kunden besser zufrieden stellen kann. Auf eine Fusion mit Karstadt angesprochen…

Olivier Van den Bossche
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