Die Bread & Butter hat sich im Rahmen der „Fetish for Charity“-Initiative für zwei regionale Hilfsprojekte ihrer beiden Standorte Berlin und Barcelona entschieden. Zum einen ist das „Nestwärme e.V.“, ein Kindergarten, der sich um HIV-infizierte Kinder und deren Familien kümmert, die andere Institution ist „El Casal dels Enfants del Raval“. Hier engagiert man sich für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen und armen Familien. Mal abgesehen vom jeweiligen Standortbezug – was war für die Bread & Butter ausschlaggebend, um sich für genau diese beiden Projekte zu entscheiden?
„Etwas für Kinder zu machen – das war uns ganz besonders wichtig. Denn gerade sie sind es, die unsere Hilfe benötigen! Die Gelder, die von staatlicher Seite aus in die Projekte fließen, reichen gerade mal aus, um die Fixkosten zu decken. Zu ‚Nestwärme’ sind wir direkt über Klaus Wowereit gekommen, der Pate dieser Institution ist. Parallel hat uns aber auch Wolfgang Ahlers, den wir liebevoll gerne ‚unseren Bewusstseinsminister’ nennen, das Projekt ans Herz gelegt. Gerade in Berlin haben Kindertagesstätten wahnsinnige Probleme und zählen zu den heiklen Themen – nicht nur aufgrund der aktuellen politischen Situation, sondern auch generell. Die Vorstellung, hier ein wenig Unterstützung leisten zu können, hat uns sehr gefallen. Was ‚El Casal dels Enfants del Raval’ betrifft, so haben wir uns seinerzeit bei der Stadtverwaltung in Barcelona kundig gemacht. Eine Mitarbeiterin vom Ajuntament hat uns die Einrichtung daraufhin empfohlen; der Stadtteil Raval ist ja einer der sozialen Brennpunkte in Barcelona. Natürlich haben wir uns die Arbeit von ‚El Casal dels Enfants del Raval’ zunächst angeschaut und die Verwendung der Spendengelder sehr genau geprüft, bevor wir uns entschieden haben.“
Steht schon fest, bis wann die Kooperation mit den beiden Hilfsprojekten gehen wird? Wovon hängt das ab?
„Früher gab es zu jeder Saison ein anderes Projekt, das wir unterstützt haben, aber seit letztem Sommer haben wir uns fest auf ‚Nestwärme’ und ‚El Casal dels Enfants del Raval’ eingeschossen und an beide Institutionen auf unbestimmte Zeit gebunden. Wir sind von den beiden Partnern einfach überzeugt!“
Im Moment unterstützen Labels wie Kappa, Kuyichi, K-Way und Swarovski „Festish for Charity“. Wie geht die Bread & Butter bei der Rekrutierung ihrer Sponsoren für dieses Projekt vor?
„Das ist ganz unterschiedlich. Mund-zu-Mund-Propaganda spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es gibt so viele Leute, die auch – genau wie wir das getan haben – nach der richtigen Möglichkeit suchen, um sich gemeinnützig einzusetzen. Und so sprechen die Aussteller zum Teil uns an, teilweise wir sie. Grundsätzlich sind natürlich alle der rund 1.200 Marken, die sich bei uns präsentieren, als Sponsoren interessant, und wenn wir die Gelegenheit haben, mit ihnen über diese Dinge zu sprechen, tun wir das natürlich. Zudem ist ‚Fetish for Charity’ ja auch eine gute werbliche Maßnahme für die Marken – und das noch für einen guten Zweck. In einem nächsten Schritt gilt es dann, jeweils zu schauen, welches Item in Frage käme, um auch die gewünschten Erfolge zu erzielen.“
Bislang waren die limitierten Produkte der Fetish-Kollektion nur während der Veranstaltungen zu haben. Seit kurzem gibt es die Teile auch online. – Wieso hat sich die Bread & Butter erst jetzt dazu entschlossen, die Kollektion im Internet verfügbar zu machen?
„Das hat sich einfach so entwickelt: Zunächst als Nebenaktion entstanden, ist die Fetish-Kollektion mittlerweile fester Bestandteil und wahnsinnig begehrt. Und bisweilen kommt’s ja doch mal vor, dass der ein oder andere auf den Veranstaltungen seine Kreditkarte vergisst. Außerdem verkaufen sich nie alle Teile über die drei Tage. All diese Aspekte haben zu der Überlegung geführt, einen Webstore einzurichten. Im Grunde geht es dabei auch darum, die ganze Fetish-Geschichte weiter auszubauen.“
Zum Abschluss noch ein Blick zurück: Wann und zu welchem Anlass wurde „Fetish for Charity“ ins Leben gerufen?
„Von Anfang an, also schon zu Kölner Zeiten, hat die Bread & Butter Charity-Projekte unterstützt. Den Bread & Butter-Fetish haben wir erstmals im Juli 2004 zu ‚Berlingold’ umgesetzt. Zu jeder Messe stellte eine Auswahl von Brands die Outfits für unsere Mitarbeiter, also für Hosts, Hostessen und Staff. Diese Teile wurden speziell für jede Veranstaltung entsprechend des jeweiligen Corporate Designs exklusiv für die Bread & Butter produziert. Diese Kleidungsstücke erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Besuchern, die immer wieder fragten, wo man diese Limited Editions erstehen könnte. So entstand die Idee, die Anzahl der Items zu steigern und sie zu verkaufen – der Bread & Butter-Fetish war geboren! Im Juli 2004 haben wir den Gewinn aus den Verkäufen der ‚Tagesklinik für krebskranke Kinder e.V.’ gespendet. Mit dem Gewinn im Januar 2005 haben wir die ‚Berliner Tafel’ unterstützt. Seit Juli 2005 haben wir uns nun fest an die beiden Organisationen ‚Nestwärme e.V.’ und ‚Casal dels Enfants del Raval’ gebunden. Das Fetish-Projekt liegt uns sehr am Herzen und wir werden es weiter fortführen – die Bread & Butter ist ein erfolgreiches Unternehmen und als solches sehen wir es als unsere Pflicht, die Früchte unseres Erfolgs mit denen zu teilen, denen es nicht so gut geht. Teilen bedeutet einfach Respekt, und das ist uns wichtig.“
„Teilen bedeutet einfach Respekt“
/ 18.04.2006„Nicht nur zusehen, sondern mit anpacken“ – so lautet die Devise der Bread & Butter-Crew, wenn es um gemeinnützige Fragen geht. Deshalb unterstützen die Veranstalter seit der ersten Stunde hilfsbedürftige Menschen, und das stets mit Bezug zu den Bread & Butter-Locations Berlin und Barcelona. Danielle De Bie gewährt first-blue.de im Interview einen Blick hinter die „Fetish“-Kulissen.

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