"Schuhmessen müssen Visionen transportieren!"

  /  20.02.2006

Um die Attraktivität der GDS weiter auszubauen, arbeitet die Messeleitung konsequent an der Profilierung der verschiedenen Segmente. Neue Konzepte sollen außerden helfen, Düsseldorf zum wichtigsten Branchentreffpunkt zu machen.

Ein erklärtes Ziel der GDS ist es, die Branche in Düsseldorf zu bündeln. Mit welchen Mitteln soll dieses Ziel umgesetzt werden?

Um marktgerecht agieren zu können, Sortimente optimal zu gestalten und kompetent auf die Saison vorbereitet zu sein, erwarten Einkäufer und Hersteller gebündelte Informationen über das Angebot auf dem Weltschuhmarkt. Eine kompetente Informations- und Businessplattform muss daher die Segmente des gesamten Schuhbusiness an einem Ort zu einem Zeitpunkt bündeln, um ein möglichst komprimiertes Angebot wiederzugeben. Dies gehört zu den großen Benefits der GDS. Um die Branche auch weiterhin in Düsseldorf zu konzentrieren, müssen sich die einzelnen Segmente zudem derart stark profilieren, dass sie eine eigene Magnetkraft entwickeln. Zur kommenden Veranstaltung werden z. B. die neue TrendVision, Orderinformationen, Trendshows und Special Brand Presentations etc. die Trendfunktion der GDS weiter betonen. Für die wirtschaftlichen Wachstumsmärkten „Wellness“ und „Kids“ haben wir darüber hinaus Specials erarbeitet, die intensiv auf die Innovationen in diesen Segmenten eingehen und deren Absatzstärke unterstreichen. Oder das Italian Special, das u. a. mit einem Italian Catwalk die Bedeutung der Halle 9 als europäische Exclusivity/TopStyle-Area forciert.


Welche Strategien verfolgen Sie, um die Internationalität der GDS weiter auszubauen?

Die GDS profiliert sich mit über 60% internationaler Besucher und 80% internationaler Ausstellern als globale Informations- und Businessplattform. Die Internationalität kann nur weiter ausgebaut werden, wenn weiter an der Profilierung der verschiedenen Segmente gearbeitet und neue Konzepte entwickelt werden. Darüber hinaus muss ein permanenter Austausch in Form intensiver Gespräche und Workshops mit internationalen Verbänden erfolgen. Unverzichtbar ist die direkte Ansprache von Ausstellern und Kunden in den jeweiligen Ländern vor Ort: Rund 65 Auslandsvertretungen der Messe Düsseldorf sind diesbezüglich in 107 Ländern aktiv.


Wie grenzt sich die GDS gegenüber der Micam in Mailand, aber auch den Modemessen in Deutschland ab?

Neben der internationalen Marktabdeckung aller Segmente zeichnet sich die GDS u. a. durch ein verstärktes Angebot von Zusatzbenefits aus, die Einzelhändler und Herstellern Orientierung und Sicherheit geben. Der Fokus liegt auf den Fachkompetenzen „Schuh“ und „Trend & Lifestyle“. Hierbei ist besonders wichtig, dass Trends direkt erfahrbar sind. Die neue TrendVision auf der GDS März 2006 oder das ab September 2006 geplante Forum Outfit im Vorfeld der GDS z. B. gehen als Gesamtinszenierungen weit über die reine Fachinformation hinaus. Die GDS wird sich künftig noch stärker durch die Symbiose von Fachinformation und Trends auszeichnen. Auch Schuhmessen müssen Visionen transportieren und das jeweilige Produkt im stilistischen Gesamtkontext inszenieren, der Mode und andere Lifestylebereiche inkludiert.


Neben den traditionellen Schuhfachhandel explodierte in den vergangenen Saisons die Zahl der Einzelhändler, die neben Bekleidung auch Schuhe im Sortiment haben. Brauchen diese Einzelhändler überhaupt eine klassische Schuhmesse?

Schuhe sind heute nicht nur für den Bekleidungshandel mit Schuhsortiment im Gesamtkontext zu sehen. Schuhmessen müssen daher über das „klassische“ Angebot hinausgehen – ohne die Besonderheiten des Produktes aus dem Auge zu verlieren. Aus meiner Sicht kann der Bekleidungshandel eine Schuhmesse nicht umgehen, da er nur hier eine komprimierte Information über das Angebot erhält. Umso wichtiger wird es für Schuhmessen, Mode und Lifestyle z. B. durch Trendveranstaltungen, Orderforen zu integrieren, wie dies durch die GDS vorgelebt wird. Darüber hinaus muss auch der Bekleidungshandel mit Schuhsortimenten kompetent und fachbezogen beraten können. Anders als bei der Bekleidung verlangt der Verkauf von Schuhen fachspezifisches Know-How. Um dieses zu erwerben und zu pflegen, ist der Besuch einer Fachmesse mit professionellen Informationsveranstaltungen, wie sie die GDS bietet, unverzichtbar.


Auf der kommenden GDS im März präsentiert die Plattform "Design Attack" bereits zum vierten Mal junge Bekleidungs- und Schuhmarken, die - gesponsert von der GDS - die Chance bekommen, den Start in die Märkte zu schaffen. Welche Rolle spielt das Forum für die GDS und für die Branche gesamt?

D
ie Design Attack ist aus mehreren Gründen ein wichtiger Bestandteil der GDS: Sie hat sich als Trendarea etabliert, die weit über das Kernthema „Schuhe“ hinaus inspiriert und neue wichtige Impulse z. B. zur Erweiterung von Sortimenten oder für stylishe Warenpräsentationen verleiht. Darüber hinaus ist es für die GDS als Branchenplattform auch ein Must, jungen Designern eine Chance zu geben, um sich auf dem Markt präsentieren wie auch Erfahrungen in einem internationalen Umfeld sammeln zu können.

 

 

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