„Herr Witjes, wie wollen Sie die Nummer 1 B2B-Referenz in Europa werden?“

  /  28.01.2021

Beschaffung digitalisieren – die B2B-Plattform Ankorstore bietet Lösungen für den Einzelhandel. Wie diese aussehen und was die nächste digitale Messe verspricht, erklärt Mateusz Witjes im Interview…

Mateusz Witjes

Der B2B-Marktplatz Ankorstore bringt seit 2019 den Einzelhandel mit Herstellern und Marken zusammen. Mateusz Witjes, Ankorstore-Country Manager für Deutschland, spricht im Interview über die Vorteile der Plattform, vor allem auch in Zeiten der Corona-Pandemie, die Expansionspläne und die für Februar geplante nächste Ausgabe der digitalen Messe Liftdays.

Welche Vorteile bringt eine Zusammenarbeit mit der B2B-Onlineplattform Ankorstore bei welchen Kosten konkret mit sich?

„Auf der Marken- und Kundenseite entstehen keine Fixkosten! Darüber hinaus trägt Ankorstore sowohl die Versandkosten als auch die Zahlungsgebühren wie z.B. 3% Skonto. Hinzu kommt, dass wir die Liquidität der Marken verbessern, da wir diese bei Lieferung bezahlen, obwohl viele unserer Kunden z.B. erst nach 60 Tagen zahlen. So können diese zunächst neue Produkte austesten und vom Verkaufserlös die Ware bezahlen. Weiterhin bieten wir unseren Partnern Gutscheincodes, um Neukundenakquise zu betreiben. Für Marken und Einzelhändler bietet das also eine Win-Win-Situation.“

Der stationäre Einzelhandel ist bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns derzeit in einer Notsituation. Wie kann Ankorstore helfen?


„Wir haben z.B. die Zahlungsfristen nun bereits zwei Mal für unsere Einzelhändler nach hinten geschoben. Alle Bestellungen, die während des Lockdowns fällig wären, wurden in den Februar geschoben. Gleichzeitig haben wir unsere Marken und Hersteller weiter ausgezahlt! Wir setzen hier auf echte Win-Win-Win Partnerschaften für den Händler, den Markeninhaber und uns. Auf diese Weise können sich die Kunden in alle Ruhe auf andere Dinge konzentrieren.“

Neben dem Heimatmarkt Frankreich ist Ankorstore derzeit in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Niederlande, UK und Belgien aktiv. Stehen noch weitere Märkte auf der Agenda?

„Wir wollen die Nummer 1 B2B-Referenz in Europa werden! Nicht mehr und nicht weniger. Der Großhandel hat die Digitalisierung etwas verschlafen und das wollen wir ändern. Die Plattform-Ökonomie ist aus Kundensicht schlichtweg unübertroffen. Dies hat die Filmindustrie mit Netflix, die Hotelindustrie mit booking.com oder auch die Fashionindustrie mit Zalando gezeigt. Eine einzige Marke kann nun mal nicht dasselbe Portfolio anbieten, wie wir es tun. Der Kunde kann bei uns bequem 24/7 die Produkte von den Marken A, B, C und D vom Sofa aus ab 300 Euro ohne Versandkosten bestellen und sogar 3% Skonto kassieren. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir auch in weitere Märkte expandieren – stay tuned!“

Seit der Gründung Ende 2019 hat die Plattform bereits mehr als 2.800 Marken und 30.000 Einzelhändlerinnen und Einzelhändler unter ihrem Dach vereint. Ziel ist es, diese Zahl bis Ende 2021 mindestens zu verdoppeln. Wie schaffen Sie das?

„Die Weiterentwicklung unseres Geschäfts und der bisherige Erfolgsweg ruht auf mehreren Säulen. Zum einen haben wir durch die Messe Liftdays einen erheblichen Schub erhalten. Wir konnten damit die größte Digitalmesse Europas veranstalten, die auf reges Interesse gestoßen ist. Darüber hinaus haben wir ein sehr starkes Team. Jeder hat seine Aufgabe und wir arbeiten dabei eng verzahnt, um unsere Ziele zu erreichen. Durch geschicktes Marketing und gute PR-Arbeit können wir zudem stetig neue Kunden und Marken für unseren Marktplatz gewinnen. Zu guter Letzt arbeiten wir aber auch einfach daran, ein Angebot zu schaffen, das für alle Seiten attraktiv ist. Durch die Tatsache, dass wir hieran weiterfeilen und stets die Bedürfnisse unserer Kunden im Blick behalten, schaffen wir gleichzeitig zusätzliches Wachstum.“

Insgesamt hat Ankorstore bis dato in verschiedenen Finanzierungsrunden bereits 31 Mio. Euro eingesammelt. Welche Herausforderungen beim Wachstum und Ausbau des Marktplatzes wollen Sie damit konkret angehen?

„Aktuell legen wir unseren Fokus vor allem auf den deutschen Markt. Hierfür suchen wir nach neuen Kolleginnen und Kollegen, die uns dabei helfen, weitere Marken und Einzelhändler zu akquirieren. Durch unsere Brand Success Manager sollen neue Marken zudem von Anfang begleitet werden. So können diese alle Tools effektiv einsetzen, um die Sichtbarkeit auf Ankorstore zu verbessern und zu maximieren. Zusätzlich arbeiten wir, wie bereits gesagt, stetig an der Weiterentwicklung unseres Produkts, um die Features zu erweitern und unseren Kunden passgenaue Lösungen bieten zu können.

Anfang September 2020 führte Ankorstore eine eigene Messe in digitaler Version durch; Die Liftdays, die Sie gerade schon kurz angesprochen haben. Wie sah das aus und wie wurde sie angenommen?


„Mit den Liftdays im September 2020 konnten wir einen riesigen Erfolg feiern. Mehr als 10.000 Läden haben teilgenommen und es gab im Durchschnitt alle 40 Sekunden einen Verkauf. Die Läden haben durch Gutscheine letztlich über 200.000 Euro gespart und die teilnehmenden Marken konnten durchschnittlich jeweils fünf neue Aufträge verbuchen. Bei den Webinaren war das Interesse eher gering, weshalb wir künftig unseren Fokus noch mehr auf den Einkauf und Verkauf richten wollen.“

Ab diesem Jahr soll die Onlinemesse zweimal im Jahr durchgeführt werden. Wann ist der nächste Termin, wie können Marken sich anmelden und was sind die Benefits?


„Die nächsten Liftdays findet vom 8. bis zum 12. Februar 2021 statt. Aktuell haben sich schon mehr als 2.800 Marken und über 31.0000 europäische Einzelhändler ihre Teilnahme zugesagt. Hier können Marken und Händler sich anmelden und teilnehmen. Die weiteren Termine werden noch bekanntgegeben. Durch die hohe Teilnehmerzahl ergibt sich für Marken der große Vorteil, dass sie hier relativ leicht neue Kunden finden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, 200 Euro-Gutscheine zu vergeben und damit lebenslang Provisionen zu kassieren.“

Mit den Online-Veranstaltungen soll gleichzeitig die Authentizität einer traditionellen Messe bewahrt werden. Wie setzen Sie dies um?

„Das müssen Sie sich ungefähr so vorstellen: Sie treffen Unternehmensvertreter aus der ganzen Welt, tauschen sich per Chat mit neuen noch unbekannten und kleinen, aber auch großen Markenvertretern aus und kaufen direkt Waren – das ganze ohne zu Reisen und ohne Auswirkungen auf Ihren Cashflow. Das Konzept ist also kostengünstig, effizient und bringt trotzdem den Event-Charakter mit sich, wie es auch herkömmliche Messen tun.“

Was steht sonst noch auf dem Plan für 2021?


„In erster Linie freuen wir uns gemeinsam mit unseren Einzelhändlern zunächst auf das Ende des Lockdowns. Wenn langsam auch die Ladengeschäfte wieder öffnen dürfen, können die Händler ihre Ideen umsetzen und eventuell bei Ankorstore erworbene Produkte in ihrem Sortiment austesten. Zusätzlich stehen die Teilnahme an Messen und einige Webinare mit dem Handelsverband NRW auf dem Programm. Darüber hinaus besuchen wir unsere Partner in Deutschland. Da ich nun ja selbst in Düsseldorf bin, vereinfacht das alles und bietet den Partnern noch einmal einen zusätzlichen Benefit.“

Vielen Dank für das Interview!

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