Wie würden Sie derzeit die Position von G-Star am Markt beurteilen?
„Die Position von G-Star entwickelt sich weiter positiv, in einem doch in den letzten Jahren unruhigen Markt. Sicherlich kommt G-Star die Stärke in allen Artikelgruppen zu Gute. Wir haben eine positive Entwicklung in Multibrand und Monobrand, international und national, keine Anzeichen einer negativen Entwicklung oder gar einer Krise.“
Die Branche spricht über Umsatzeinbrüche bei G-Star im Abverkauf. Können Sie das bestätigen? Bitte Begründung.
„Umsatzeinbrüche bei Kunden oder eine negative Entwicklung sind uns nicht bekannt. Ganz im Gegenteil, wir haben großes Wachstum in unserem Denim NOS Re-Orders. Auch die Kollektion verkauft sich im Markt über alle Artikelgruppen sehr gut. Die Entwicklung unserer Franchise-Stores ist ebenfalls sehr positiv.“
Einzelhändler bemängeln das zum Teil zu plakative Branding der Marke. Wie gehen Sie damit um?
„Es ist nicht negativ für eine Marke, Items mit einem Branding zu verkaufen - das gehört bei einer Marke dazu, das sieht man auch bei Nike oder Louis Vuitton. Maximal 30% der Kollektion haben ein starkes Branding, die übrige Kollektion ist Denim-related wie zum Beispiel das Programm Raw Essentials, 3301 Programm mit der Basic 5-Pocket-Hose oder die sehr reduzierte Correct Line. Innerhalb der Raw Essentials werden klassische Einflüsse mit modernen Stilen vermischt, die man weltweit in allen Metropolen auf der Straße findet. So entsteht mit der Raw Essentials eine Kollektion, die einen Hauch Vintage Couture verströmt. Ebenso beinhaltet die G-Star Kollektion ein großes Sortiment an innovativen Denims wie zum Beispiel die Arc Hose mit ihrer revolutionären dreidimensionalen Beinkonstruktion.“
G-Star galt lange als Vorzeigemarke in Europa, speziell auch in Deutschland. Doch der Glanz scheint zu schwinden. Ist dies ein natürlicher Effekt nach so langen Jahren an der Spitze oder haben Sie eine andere Erklärung für diese Entwicklung?
„Wir haben absolut nicht das Gefühl, dass wir als Marke an Strahlkraft verlieren. Ganz im Gegenteil, wir bekommen sehr viel positives Feedback von den Endverbrauchern, nicht nur über unsere Ware und unsere Stores, sondern auch über die Kampagnen, wie aktuell mit Liv Tyler und Magnus Carlsen, die ein riesiger Erfolg sind.
30.000 Online-Schachspieler bei der von G-Star initiierten Raw World Chess Challenge mit Magnus Carlsen, dem jüngsten Schachgroßmeister, der in NYC gegen den Rest der Welt siegte, und 250.000 Facebook-Fans sprechen eine deutliche Sprache.“
Wie sieht das Konzept, die Strategie der Marke G-Star für die nähere Zukunft aus?
„Wir können unsere Strategie nicht in zwei Sätzen erklären, wichtige Themen sind uns aber vor allem die Intensivierung der Kundenbeziehungen, wobei die Verstärkung des Sales-Teams bereits erfolgte, der Ausbau von Q-Systems, Q-Stores und Monobrand-Stores, wie gerade der kürzlich eröffnete Store in München. Weiterhin werden wir auf innovative Produktentwicklung und kreative Kampagnen setzen.
Wir hoffen, wir konnten Ihre Fragen ausreichend beantworten, über deren Herkunft wir uns allerdings wundern. Wir sind aber, wie bereits seit 20 Jahren, offen für Anregungen und Verbesserungen durch unsere Kunden.“
„Herr Schukies, wie steht es derzeit um G-Star?“
/ 29.11.2010G-Star gehört zu den großen Denim-Playern, keine Frage. G-Star ist aber auch eine Marke, die polarisiert. 1st-blue wollte von Axel Schukies, Country Manager Germany, wissen, wo das Brand im Moment steht, und hat daher fünf kritische Fragen an ihn gerichtet.

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