Frank Götz, Country Manager und Geschäftsführer bei Firetrap, kann zufrieden sein. 25% Umsatzzuwachs zur Herbst/Winter Kollektion sind stattlich, zudem die Marke seit 2008 den Gesamtumsatz mehr als verdoppelt hat. Doch Götz ist nicht ganz zufrieden: „40% wären mir noch lieber gewesen. Das war nämlich unser Plan, den wir somit nicht erreicht haben.“
Doch die Anzeichen dieses Ziel zu erreichen sind gut. Zum Herbst entstehen jetzt die ersten Firetrap-Flächenkonzepte bei Kult in Düsseldorf und im U1 Concept-Store bei Wöhrl Nürnberg. Firetrap-Stores wie in England oder Kooperationen, wie in Italien sind frühestens für 2013 geplant. In Deutschland geht es ihm zunächst darum, das Marken-Image klarer zu kommunizieren und beim Endkunden zu verankern.
Der Firetrap-Look ist typisch englisch: „Unsere Ausrichtung ist London, industrial, urban, progressiv. Dazu gibt es jetzt erstmals für Deutschland ein neues Shop-System, das Kunden zur Verfügung gestellt wird, die Firetrap entsprechend repräsentieren. Auch die Kunden, die im neuen Showroom im Münchner Fashionhouse am Frankfurter Ring ordern, können hier sehen, wie sich das reduziert-raue Industrial-Loft-Design auch im Shop realisieren ließe. Wir haben zwar die Wurzeln in der subversiven englischen Musik- und Street-Szene, mit Anklängen an 80er Jahre Punk-Looks, bleiben aber dennoch Volumenmarke.“ Diese Gratwanderung zwischen „nicht mainstream, aber trotzdem verkäuflich“ versucht Firetrap schon über Jahre zu meistern.
„Die Kunden merken immer mehr, dass die Big Five nicht alles allein bringen können, wenn es darum geht, das Angebot von Mitbewerbern abzugrenzen“, erklärt Götz den Erfolg der Marke. „Das Scouten nach frischen Marken setzt wieder ein. Davon profitieren wir“ – aber Götz weiß, dass Nischenmarken Überzeugungsarbeit leisten müssen. Frank Götz erklärt das so: „Ein wichtiger Punkt, der hierbei für Firetrap spricht, ist der partnerschaftliche Umgang mit den Kunden. Wir lassen den Partner nicht hängen“. Der Reinverkauf sei nicht alles, „genauso entscheidend ist der Rausverkauf“. So stünde das Firetrap-Sales Team den Kunden beratend zur Seite, wenn beispielsweise das eine Teil weniger gut, dafür ein anderes an diesem Standort besser verkauft würde. Bei 450 Kollektionsteilen (Männer und Frauen je 50%) eine Aufgabe, die gute Kenntnisse des Standorts und des Endverbrauchers voraussetzt. Um die Kundenbetreuung im Norden zu verstärken wird jetzt ein zusätzlicher Sales-Agent gesucht.
„Herr Götz, liegt Firetrap im Plan?“
/ 16.05.201125% Umsatzzuwachs und ein Gesamtumsatz, der sich seit 2008 mehr als verdoppelt hat. Dennoch ist Frank Götz, Country Manager und Geschäftsführer von Firetrap, nicht ganz zufrieden. Grund genug, für 1st-blue nachzufragen, wo die Reise hingehen soll.

Frank Götz, Geschäftsführer und Country Manager bei Firetrap
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