Im September stehen bei der Clinton Großhandels-GmbH aus dem brandenburgischen Hoppegarten mit ihrem HAKA-Label Camp David einerseits und dem DOB-Label Soccx andererseits alle Zeichen auf „aktiv“. Denn nicht nur die Websites beider Marken sowie der Online-Shop von Camp David treten in diesem Monat gerelauncht in Erscheinung, sondern auch die Eröffnung des ersten Soccx Stores ist geplant. Wo und wie wird der Shop seine Premiere feiern, und welche spannenden Ereignisse stehen in nächster Zeit noch auf dem Programm?
„Der erste Store unserer neuen Vertriebsschiene Soccx Woman eröffnet am 15. September im Berliner Shoppingcenter Eastgate. Auf rund 100 qm werden dann die Kollektionen von Soccx Woman sowie der jüngeren Linie Soccx angeboten. Und die Eröffnung des zweiten Stores wirft bereits seine Schatten voraus: Am 8. Oktober eröffnen wir einen 150 qm großen Store auf der Warnemünder Einkaufsmeile Am Strom. Weitere Stores sind geplant.
Neu ist auch, dass wir Anfang September eine Premium-Kollektion von Camp David auf den Markt gebracht haben, die derzeit von Poptitan Dieter Bohlen beworben wird und die er auch teilweise mitkreiert hat. Die Kollektion umfasst sowohl aufwändig verarbeitete Herrenhemden und trendige Sweatjacken als auch elegante Jacketts sowie Jeans in Used-Optik. Farblich ist die Kollektion in den Lieblingstönen von Dieter Bohlen gehalten: Aqua- und Marineblau sowie Schwarz und Weiß. Und der Run auf diese Kollektion ist unwahrscheinlich groß: Nach nur wenigen Tagen waren einige Modelle bereits ausverkauft. Doch das eigentlich Erfreuliche an dieser Kooperation ist, dass Dieter Bohlen die Marke Camp David großartige findet und sie bei jeder Gelegenheit trägt. Das ist natürlich das Beste, was einer Marke passieren kann. Denn die positiven Auswirkungen auf Bekanntheitsgrad und Image der Marke sind enorm.“
Clinton war bis dato schwerpunktmäßig in Ostdeutschland aktiv und ist dort mit eigenen Stores sowie mit Großhandelskunden aufgestellt. Beziehungsweise ist zu lesen, dass die Labels Camp David und Soccx auch in Chelsea-Stores vertrieben werden. Ist damit dasselbe gemeint, und was genau verbirgt sich hinter Chelsea?
„Unser Vertriebssystem sieht drei Möglichkeiten vor: Es gibt sowohl Monolabel-Stores unserer beiden Marken Camp David und Soccx als auch unser Storekonzept Chelsea, in dem beide Marken zusammen vertrieben werden. Ergänzend werden beide Labels auch über den Großhandel vertrieben. Insgesamt verfügen wir derzeit über 164 Stores, davon führen wir 22 in Eigenregie und 142 mit Storepartnern, sowie 310 Großhandelskunden – sowohl in West- als auch in Ostdeutschland.“
Vielleicht können Sie kurz einen Einblick in die Geschichte von Camp David und Soccx geben und uns verraten, mit welchem Ansinnen man die beiden Labels – zugegebenermaßen eher ungewöhnlich – zunächst nur in Ostdeutschland aufgestellt hat.
„Ungewöhnlich ist das nicht, sondern einfach nur logisch. Aus unserer Historie heraus haben wir unseren Firmensitz in Hoppegarten bei Berlin und haben daher zuerst einmal ‚vor der Haustür’ expandiert. Jetzt sind wir im Osten der Republik flächendeckend vertreten und nehmen uns nun den Westen Deutschlands vor.“
Derzeit forcieren Sie mit Camp David und Soccx die Expansion nach Westdeutschland und Österreich und konnten im Zuge dessen seit Juni bereits über 250 neue Kunden gewinnen. Wie schwierig war es, diese Zahl in diesem Zeitraum zu erreichen, und gibt es ein gestecktes Ziel bis 2011?
„Seit kurzem verfolgen wir eine neue Strategie und arbeiten mit renommierten Vertriebsagenturen unter anderen in Bayern, Hessen, NRW, Baden-Württemberg und Österreich zusammen. Und wie man sieht, trägt diese Zusammenarbeit erste Früchte. Wir freuen uns sehr darüber, in weniger als drei Monaten eine solch stattliche Anzahl an Neukunden vorweisen zu können, und sind auch ein wenig stolz darauf. Aber wirklich schwierig war es keineswegs. Unsere Kollektionen sind überdurchschnittlich gut und überzeugen fast von allein. Für 2011 streben wir weiteres Wachstum an und haben uns vorgenomme,n unsere Kundenanzahl auf 500 zu erhöhen sowie weitere Stores zu eröffnen. Denn unser übergeordnetes Ziel ist es, schon bald flächendeckend in ganz Deutschland vertreten zu sein.“
Wie schaut es mit der Platzierung der beiden Marken im nicht-deutschsprachigen Ausland aus? Gibt es auch hier Expansionswünsche?
„Im Moment konzentrieren wir uns voll auf die Märkte Deutschland und Österreich. Hier sehen wir noch ein Menge Potenzial für uns. Doch mittelfristig gesehen ist das europäische Ausland schon sehr interessant für uns. Zumal Interesse und Nachfrage enorm groß sind, wie uns unsere Teilnahme auf der letzten Bread & Butter gezeigt hat.“
Mit welchen Argumenten überzeugen Sie potenzielle Neukunden jeweils von Camp David und Soccx? Wieso dürfen gerade diese Labels im Sortiment des Händlers nicht fehlen?
„Wir müssen unsere Händler nicht davon überzeugen - unsere Ware tut das von alleine. Wir verfügen über sehr hochwertige und modische Kollektionen und bieten darüber hinaus ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis an. Ergänzt wird das durch einen sehr umfangreichen Kundenservice sowie zahlreiche verkaufsfördernde Marketing- und PR-Maßnahmen. Doch damit geben wir uns nicht zufrieden. Wir versuchen ständig, unsere Kollektionen zu verbessern und weiterzuentwickeln sowie unseren Kunden einen weiteren Mehrwert zu bieten.“
Hana Nitsche und Marcus Schenkenberg sind die Gesichter der aktuellen Denim-Kollektion Herbst/Winter 2010/11. Zudem waren beide bereits im Rahmen des von Ihnen zur Berliner Modewoche veranstaltenden „Fashion Weekend“ als Special Guests für Sie am Start. Was genau bringen gerade die beiden mit, um die Kollektionen adäquat zu repräsentieren?
„Beide sind sehr authentisch und passen aufgrund ihrer Ausstrahlung und ihres Aussehens perfekt zu unseren Marken. Hana ist jung, hübsch und unheimlich sexy – genauso wie die Mode von Soccx. Marcus verkörpert für uns die typischen Attribute von Camp David: sportlich, kernig und maskulin.“
Apropos Modewoche: Im Juli feierte Camp David Bread & Butter-Premiere – mit einem 85 qm großen Stand in der Denim Base. Welches Resümee ziehen Sie rückblickend, welche Benefits hat Ihnen die Veranstaltung gebracht?
„Unsere erste Teilnahme auf der Bread & Butter war für uns ein voller Erfolg. Unser Ziel war es, sowohl mit unserer Kollektion zu überzeugen als auch den Bekanntheitsgrad zu steigern. Darüber hinaus wollten wir natürlich - in Hinblick auf unsere Expansionspläne - Kontakte zu potenziellen Neukunden im In- und Ausland generieren. All dies ist uns gelungen und wir sind mehr als zufrieden.“
Vielen Dank für das Interview!
