„Frau De Bie, wie bewerten Sie Ihre 1. Ispovision?“

  /  15.02.2010

Danielle de Bie ist kein unbeschriebenes Blatt in der Branche. Bevor die 42-Jährige im vergangenen Jahr als verantwortlicher Community Manager anfängt, die Neuausrichtung von Ispovision und Sportstyle_Ispo zu betreuen, ergänzt sie die Geschäftsführung der Kommunikationsagentur Public-Images und arbeitet für Bread & Butter. Im Interview mit 1st-blue spricht De Bie über ihre Feuertaufe auf der Ispo und über ihre nächsten Ziele.

Die erste Ispovision unter Ihrer Leitung ist gelaufen. Welches Resümee ziehen Sie? 

„Die Zielsetzung dieser ‚ersten’ Ispovision war es, die Veränderungen, die das langfristig angelegte Projekt mit sich bringt, wahrnehmbar zu machen. Dieses Ziel haben wir zweifellos erreicht. Neben großem Wohlwollen, insbesondere von internationaler Seite, haben wir auch Kritik einstecken müssen. Das ist jedoch nicht erstaunlich, wenn man die Darstellung der vergangenen Jahre mit der ‚neuen’ Ispovision vergleicht. Aus diesem Blickwinkel ist völlig verständlich, dass die Veränderung teilweise als hart empfunden wurde.“


Was gibt es über die Sportstyle_Ispo zu sagen, die Sie ebenfalls verantworten? 

„Das Konzept der Sporstyle_Ispo werden wir bis zur nächsten Ispo prüfen und gegebenenfalls überarbeiten. Die Zusammensetzung der Marken in den beiden Hallen kann schlüssiger dargestellt werden. Darüber hinaus überlegen wir, die beiden Hallen treffender zu benennen. Eine weitere Maßnahme ist es, die Standpositionen der einzelnen Aussteller weitestgehend langfristig anzulegen.“


Sie haben sicherlich viele Gespräche mit Ausstellern geführt, wobei die Ispovision-Aussteller gegenüber den Sportstyle_Ispo-Ausstellern ganz andere Ambitionen haben. Was nehmen Sie aus den Gesprächen mit? 

„Die Gespräche mit allen Ausstellern, ob mit denen der Ispovision oder der Sportstyle_Ispo sind die Grundlage aller weiteren Schritte für die Zukunft. Es gilt, für beide Zielgruppen die ideale Plattform zu schaffen. Während die Ispovision, als Plattform für anspruchsvolle Sportmode, den modischen Aspekt fokussiert, hat die Sportstyle_Ispo hingegen mit ihren Ausstellern einen eher funktionalen Anspruch. Ziel unserer Maßnahmen muss sein, den Ausstellern Planungssicherheit zu geben und ihre Geschäfte zu unterstützen. Alle, auch die Händler, sollen die Möglichkeit haben, den größtmöglichen Output für sich zu generieren. Sicherlich unterscheiden sich die beiden Segmente und somit auch unsere jeweiligen Ambitionen. Es ist jedoch vor allem unsere Aufgabe, die individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten zu berücksichtigen. Und das werden wir tun.“


Gibt es schon jetzt eine Idee für die nächste Veranstaltung im Jahr 2011 und können Sie uns etwas darüber verraten? 

„Um es mit den Worten Sepp Herbergers zu sagen: ‚Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.’ An dem Konzept der Ispovision als visionäre Plattform für Sport-Lifestyle halten wir fest. Es gilt zu prüfen, wie die Umsetzung letztendlich aussehen kann, um zu gewährleisten, dass die derzeitigen Aussteller sich weiter wohl fühlen und ihren Anforderungen Rechnung getragen wird. Es gibt bereits Denkansätze für 2011. Es ist jedoch zu früh, um in die Details zu gehen. Erst einmal gilt es, Lob und Kritik abzuwägen und in medias res zu gehen. Das weitere Vorgehen werden wir dann in internen Gesprächen sowie in Gesprächen mit den Ausstellern abstimmen, bevor wir die Ideen in den nächsten Wochen und Monaten konkretisieren. Das Gerücht, dass alle Ispovision-Aussteller ab 2011 ein Iglu beziehen müssen und der Quadratmeter 1.000 Euro kostet, ist definitiv nicht die Idee für die Zukunft!“


Was war Ihr ganz persönliches Highlight während der Messe? 

„Grundsätzlich war die Ispo insgesamt ein Highlight - die erfolgreichste Ispo ever! Mein ganz persönliches Highlight war die Zusammenarbeit mit Menschen, die eine gemeinsame Vision verfolgen. Angefangen beim Ispo-Team über Pure Sang und Design4Rent bis hin zu Holger Stromberg und seinem Team und, last but not least, den Ausstellern, die dieses Projekt mit tragen.“

 

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