Seit Anfang der 70er Jahre ist das dänische Label Kawasaki auf dem Markt und versorgt seither Freunde lässiger Treter mit sportiven Retro-Styles. Allerdings: Sneaker-Brands gibt es zuhauf, die Konkurrenz ist groß. Was hat Kawasaki, was Mitbewerber nicht haben?
„Kawasaki ist ‚Made in Europe’, schon immer werden die Kawasaki Schuhe in der Tschechei produziert. Nach dem Kalten Krieg haben die Dänen die alte Fabrik in der Tschechei wieder aktiviert, so dass heute noch die Originalsohlen in der Originalfabrik mit dem Originalhandwerk hergestellt werden. Darauf sind wir natürlich stolz. Genauso wie auf die Historie des Schuhs, die im Badminton und damit im Sportfunktions-Bereich liegt. Nachdem sich der Original Badminton-Schuh in den 90er Jahren in Skandinavien wieder etabliert hatte, wird der sehr nordeuropäische Retro-Sneaker respektive Fashion-Schuh nun nach und nach international. Sämtliche Obermaterialien stammen übrigens auch aus Europa – Leinen sowie das Leder zu 90% aus Italien.“
In Dänemark gilt Kawasaki als eine der beliebtesten Schuh-Marken. Auf welchen weiteren Märkten hat das Label die Nase vorne und wo steht Kawasaki auf der Beliebtheitsskala der deutschen Endverbraucher?
„Auf dem hiesigen Markt ist Kawasaki bislang vor allem in Nord- und Mitteldeutschland sehr erfolgreich, schwappt jetzt aber auch in südliche Gefilde. Dabei ist die Marke besonders in der jungen Sneaker-Gruppe beliebt. Auch in Frankreich und Italien erweist sich Kawasaki als sehr stark.“
In Deutschland wird das Brand seit dem Jahr 2008 über die Soonproject GmbH mit Sitz in Nordhorn vertrieben. Wie hat sich Kawasaki seither auf dem hiesigen Markt aufgestellt, wie im gesamten deutschsprachigen Raum?
„Kawasaki sieht sich auf dem hiesigen Markt von stetem Wachstum flankiert und erobert jetzt auch verstärkt den süddeutschen Raum für sich. Dabei platzieren wir Kawasaki ausschließlich in Trend-Fashion-Läden und im Schuhfachhandel.“
Wie viele Kollektionen hält Kawasaki im Jahr für den Handel bereit und wie groß sind die einzelnen Ranges?
„Es gibt ganz klassisch zwei Kollektionen im Jahr – für Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter. Jede Kollektion umfasst 25 Styles in etwa 100 Farben.“
Abschließend ein Blick in die Zukunft von Kawasaki: Worauf dürfen sowohl Händler als auch Endverbraucher gespannt sein?
„Unser Schwerpunkt für Herbst/Winter 2011/12 ist es, Kawasaki als Ganzjahresprodukt zu etablieren. Wir wollen uns davon verabschieden, typischerweise nur Sommersneaker anzubieten, sondern künftig auch auf gefütterte Schuhe für Damen und Herren setzen. Im Zuge dessen haben wir Linien wie die ‚High Shoeline’ oder die ‚Redline’ gelauncht.“
Vielen Dank für das Interview!
„Frau da Palma Frericks, wo steht Kawasaki?“
/ 20.12.2010Kawasaki ist gerade dabei, sich seinen Platz in den Herzen von Retro-Sneaker-Liebhabern zu sichern. Was das dänische Label dafür tut, verrät Maria da Palma Frericks, Geschäftsführerin der Agentur Soonproject, die Kawasaki seit etwa zwei Jahren in Deutschland vertreibt.

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