Das neue Label Ashara kommt mit einer nachhaltigen Kollektion für den aktiven Lebensstil auf den Markt, die Frauen in jeder Lebenssituation gut kleiden soll – im Fitnesscenter, als vielbeschäftigte Mutter oder als Fashionista – und dabei nicht schädlich für die Umwelt oder den Körper ist. CEO Sara Allwood verrät im Interview, wie das Label entstanden ist, was das Besondere an der Marke ist und inwiefern sich das Brand für Nachhaltigkeit einsetzt.
Ashara mit Sitz in Brüggen ist eine Online-Marke für Damen-Sportbekleidung und kommt am 17. Oktober 2019 auf den Markt. Wie kam es zur Idee, die Marke zu gründen und wie verlief der Entstehungsprozess?
„Die Marke wurde von zwei Unternehmerinnen, Anna Shara Luckow und mir, gegründet. Wir trafen uns, als ich jemanden brauchte, der mir dabei half, mich von meinen gesundheitlichen Problemen nach meiner Schwangerschaft zu erholen. Anna bot mir nicht nur ein maßgeschneidertes Fitnessprogramm an, sondern half mir auch, sich in meinem neuen Körper und in meine neuen Kurven zu verlieben. Unsere Freundschaft begann aus einer Notwendigkeit und es bildete sich daraus eine gemeinsame Geschäftsidee! Das, was uns verbindet: Alles, was wir tun, soll für eine bessere Gesundheit für uns, unsere Familien, die Menschen und den Planeten sein. Dabei soll die Kleiderauswahl keine Ausnahme sein. Also beschlossen wir, eine einzigartige Modemarke zu schaffen, die Stil, Funktionalität und Verantwortung in jedem einzelnen Teil vereint. So wurde Ashara geboren. Meine Erfahrung im Design- und Marketingbereich für Luxus- und High Street-Unternehmen prägt die Kollektion und bestimmt die Kernbotschaft der Marke. Anna hat eine langjährige Erfahrung als Personaltrainerin und arbeitet zudem in der Physiotherapie. Ihr Wissen darüber, was gut aussieht und das Training unterstützt, ist der Schlüssel zu dieser Partnerschaft. Wir glauben gemeinsam daran, dass Mode verantwortungsbewusst sein kann und es liegt uns am Herzen, andere darüber zu informieren.“
Woher kommt der Markenname?
„Ashara ist eine Kombination unserer beiden Namen. Alle Produktnamen wurden sorgfältig überlegt. Da die Marke von zwei Frauen stammt, wollten wir dies auch in den Namen der Produkte widerspiegeln. Daher stammen diese von starken und kraftvollen Frauennamen, z.B. beim ‚Isa-Crop-Top‘ bedeutet der deutsche Name Isa ‚willensstark‘.“
Wo werden die Styles produziert?
„Viele unserer Kleidungsstücke und Accessoires werden in China hergestellt. Warum gerade China? China hat große Nachhaltigkeitsinitiativen, wie die Erzeugung sauberer Energie und die Herstellung von Recyclingstoffen. Bei Ashara dreht sich alles um Transparenz für unsere Kunden. Wir recherchieren und verlangen eine Zertifizierung, Öko Tex, FSC, TITK. Diese weist aus, dass unsere Stoffe nicht mit schädlichen Toxinen hergestellt wurden, die den Planeten schädigen und beim Tragen von der Haut absorbiert werden könnten. Bei der Herstellung unserer Stoffe und Drucke werden keine schädlichen Farbstoffe verwendet. Wir kümmern uns um die Bedingungen, unter denen unsere Kleidung hergestellt wird und bauen langfristige Beziehungen zu unseren Lieferanten auf. Wir stellen sicher, dass sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gewährleistet sind und dass keine Kinder in den Fabriken arbeiten. Durch die Herstellung der Stoffe und Kleidungsstücke an einem Ort reduzieren wir zudem den CO2-Ausstoß. Wir wissen, dass unsere Kunden auch besorgt sind über die Auswirkungen, die der Versand auf die Umwelt hat. Wir wollen unser Engagement für Nachhaltigkeit unter Beweis stellen, indem wir nur Transportunternehmen einsetzen, die sich ebenso engagieren wie wir. Wo immer es möglich ist, nutzen wir Elektromobilität in größeren Städten und solche Unternehmen, die die Kohlendioxidemissionen anhand der CO2-Kompensation berechnen. Durch diese Berechnungen können wir der Umwelt etwas zurückgeben, indem wir Beiträge zu Projekten wie Garcia River Forest in den USA, Fujian Deponiegas in China, La Pradera Deponiegas in Kolumbien und Cholburi Wastewater Biogas-to-Energy in Thailand leisten. Bei Ashara denken wir immer daran, wie wir Abfall reduzieren können, bis hin zu unserer Etikettierung. 98% unserer Kleidungsstücke sind heißgepresst, um die Umweltbelastung durch Polyesteretiketten zu verringern. Natürlich bestehen unsere schönen Versandschachteln aus recyceltem und absolut umweltfreundlichem Karton. Das Seidenpapier ist säurefrei und umweltfreundlich, zertifiziert von FSC.
Und in welchem Preisrahmen bewegen sich die Styles?
„Bei Ashara heben wir uns von den anderen nachhaltigen, umweltfreundlichen, sportiven Marken ab, indem wir sicherstellen, dass unsere Preise erschwinglich sind und unsere Produkte trotzdem den Planeten nicht belasten. Die Preisspanne beträgt 64,95 Euro für eine Basic-Leggings bis 74,95 Euro für eine modischere Leggings. Sportoberteile kosten 34,95 Euro, Tanks und T-Shirts sowie Schichtteile kosten zwischen 34,95 und 74,95 Euro. Wir möchten den Menschen zeigen, dass nachhaltige Lifestyle-Mode zum selben Preis erhältlich ist, wie die normalen synthetischen Produkte auf dem Markt. Einfach toll aussehen und dabei den Planeten retten.“
Die Kollektion wird sie aus nachhaltigen Materialien wie Lyocell, Seegras, Bambusbaumwolle, upcycled Plastikflaschen und aus den Meeren gesammelten Fischernetzen hergestellt. Bestehen die Styles gänzlich aus diesen Materialien?
„Die Materialien bestehen aus einer Mischung aus Fasern. Der Großteil wird aus Upcycled-Polyester, Naturfasern usw. hergestellt. Es wird eine kleine Menge Elastan / Spandex – maximal 14 bis 19% verwendet.“
Wie viele Kollektionen wird es jährlich geben? Und wie viele Styles umfasst die Debüt-Kollektion?
„Unsere erste Kollektion wird aus rund 14 Hauptmodellen bestehen, von Leggings bis hin zu mehrschichtig kombinierbaren Kleidungsstücken. Diese Modelle werden dann auf eine Reihe von Farben und Drucken aufgeteilt, um dem Kunden eine ausreichende Auswahl zu bieten. Wir sind auf dem Gebiet der nachhaltigen Mode tätig und rechnen daher mit etwa fünf Minikollektionen pro Jahr, von denen jeweils zwei größere saisonale Kollektionen für Frühjahr und Herbst geplant sind.“
Ashara spendet 5% von jeder Bestellung. Das Geld geht an die Organisationen die Arche und Stop! Die Kunststoffakademie. Wie haben Sie sich für diese zwei Organisationen entschieden?
„Unsere Mission bei Ashara ist es auch, die Jugend von heute zu inspirieren. Bildung ist existenziell wichtig, damit die nächste Generation zu verantwortungsvollen Führungskräften heranwächst. Die Erste ist die Arche, eine europäische Wohltätigkeitsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Talente zu fördern, Bildung zu ermöglichen und Kindern aus sozial benachteiligten Verhältnissen Chancen und Möglichkeiten zu bieten. Die Arche trägt dazu bei, Chancengleichheit für Kinder zu schaffen, unabhängig von sozialem und kulturellem Hintergrund. Die zweite Wohltätigkeitsorganisation ist Stop! Die Kunststoffakademie, die Teil des Projekts stopmicrowaste.com ist. Sie sensibilisiert Schulkinder für die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik und arbeitet mit ihnen an der Entwicklung von Lösungen für ihre Generation. Durch das Spenden möchten wir dabei helfen, Kindern die Möglichkeit zu geben, ein besseres Leben für sich und ihren Planeten zu führen.“
Was unterscheidet das Label von anderen nachhaltigen Brands im Sport-/Athleisure-Bereich?
„Wir bieten eine tolle Kollektion an, die im Fitnessstudio oder einfach unterwegs mit den Kindern getragen werden kann. Diese Lifestyle-Kollektion ist erschwinglich, sieht gut aus und schützt gleichzeitig unseren Planeten. Wir achten darauf, dass unsere Produkte nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Haut schonen – insbesondere unsere Seetang-Tanks und Oberteile. Hierbei handelt es sich um eine neue Faser, die der Haut hohen Komfort bietet und dabei die Kraft des Meeres nutzt. Die Zukunft der nachhaltigen Mode wird dadurch gestaltet, dass wir mehr upcyled Materialien und Naturfasern verwenden. Wir glauben zudem, dass es eine Marktlücke für nachhaltigen Streetstyle gibt. Daher basiert ein Teil der Kollektion auf Mode, die man im Alltag bequem tragen kann. Wer hätte gedacht, dass Streetstyle so nachhaltig sein kann!“
Soll Ashara eine reine Onlinemarke bleiben oder wird künftig auch der Einzelhandel angesprochen? Soll es evtl. auch eigene stationäre Shops geben?
„Wir sind bereits in Gesprächen über die Präsentation unserer Produkte auf anderen Online-Markenplattformen und in einigen bekannten Fitnessstudios. Wir planen auch einige Pop-up-Shops für das nächste Jahr. Mit anderen Gleichgesinnten starten wir gerade eine Kooperation. Wir werden z.B. Guppy-Freund-Wäschesäcke mit in unseren Onlineverkauf aufnehmen. Im Gegenzug sind wir Teil ihrer Projekte zur Beseitigung von Mikroabfällen. Weitere aufregende Zusammenarbeiten zeichnen sich bereits ab. Wir lieben es, neue nachhaltige Talente aus allen Lebensbereichen zu finden. Zum Beispiel werden wir auf der ECO- Experience im November in Düsseldorf einen Stand haben und uns präsentieren. Dort werden alle Standmöbel von einem lokalen Designteam gefertigt, das auch daran glaubt, dass weniger mehr ist und besser für die Umwelt.“
Welche Ziele haben Sie sich noch für die Marke gesetzt?
„Wir haben bereits Pläne, im Frühjahr eine nachhaltige Bademodenkollektion auf den Markt zu bringen. Zudem arbeiten wir an einer kleineren Herrenmodekollektion, die im April nächsten Jahres gelauncht werden soll. Langfristig planen wir den Aufbau einer Marke, die alle Bereiche des Marktes mit qualitativ hochwertigen Produkten abdeckt und dabei alle Produkte unseren Planeten schont. Wir möchten helfen, darüber aufzuklären, wie man einen nachhaltigeren Lebensstil führt. Ashara möchte als One-Stop-Shop für alle Bedürfnisse in Bezug auf Kleidung und Lifestyle bekannt werden. Wir starten mit Mode für den aktiven Lifestyle und entwickeln uns stetig weiter, um unser Ziel zu erreichen.“
Vielen Dank für das Interview!
„Frau Allwood, womit soll Ashara überzeugen?“
/ 11.10.2019Am 17. Oktober feiert die deutsche Marke Ashara ihren Launch. Was das Label auszeichnet, wie wichtig Nachhaltigkeit ist und wohin es künftig gehen soll, verrät CEO Sara Allwood…

Sara Allwood
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