Für alle (Model-)Mamas

  /  07.06.2017

Heidi Klum macht’s für Lidl. Voller Energie. Und ganz bodenständig. Lidl lohnt sich – für „GNTM“-Anwärterinnen, für Frau Klum, für den Discounter selbst? Ein Kommentar von Kristina Arens…

In der Regel haben wir nach einer Staffel „Germany’s next Topmodel“ rund ein dreiviertel Jahr Zeit, um uns zu erholen. Von Heidi Klums Stimme, von Shootings, die einen unangenehm berühren, von Thomas Hayos lässig-coolen Tanktops, Lederjacken und Gangsta-Hoodies und den Pseudo-„Team Weiß“ vs. „Team Schwarz“-Sticheleien zwischen Heidis „Jungs“. Dieses Jahr wird nun aber alles anders. Die „Modelmama“ lässt uns gerade einmal ein paar Monate durchatmen, bevor sie wieder allgegenwärtig sein wird.

Lidl hat die „vor Energie und Lebensfreude sprühende und dabei bodenständig gebliebene“ Heidi Klum – man erinnere sich an „GNTM“-Einspieler, in denen sie auch mal ganz bodenständig gemeinsam mit den Mädchen, wie die jungen Frauen liebevoll genannt werden, in eine Pizza beißt – an Bord geholt, deren Engagement das reine Testimonial-Dasein übersteigen soll. Eine eigene Kollektion hat sie für den Discounter kreiert. Mit „eigener Handschrift“. Na so lange sie diese nicht auch mit ihren Körperteilen bedrucken lässt, wie Herr Joop es bei seinem neuen Label Looks getan hat… Apropos Joop, der Designer ließ während der „GNTM“-Finalausstrahlung nicht nur die zum Nachdenken anregende Label-Erklärung „Look at me, I look at you, give me a look, the new look, is it the old look […] looks, looks, alle looks“ verlauten, sondern offenbarte zudem, dass sich die „GNTM“-Kandidatinnen immer beschwert hätten, sich seine Klamotten nicht leisten zu können. Da launcht der gute Mann also extra ein „erschwingliches“ Label – und zack, da will ihn Frau Klum schon wieder vom Thron stoßen. Da hat der Ex-Juror sicherlich Augen gemacht.

Für den Discounter, der mit Klums Hilfe nun auch in den USA durchstarten will, ist die Kooperation sicherlich ein gelungener Coup. Aldi machte es mit Jette Joop, übrigens etablierte Designerin, vor und sprach damit vermutlich eher die gediegenere Fraktion an, Lidl dürfte künftig von Teenie-Scharen gestürmt werden. Oder doch von deren Müttern? Egal. Heidi Klum hat zweifelsohne viel erreicht, das lässt sich nicht bestreiten! Warum nun die Zusammenarbeit mit einem Discounter? „Wie auch ich hat Lidl einen sehr hohen Anspruch an tolle Produkte in guter Qualität zu einem super Preis. Denn Mode soll Spaß machen und jeder sollte sich diese Freude leisten können“, so die Erklärung der 44-Jährigen. Logisch. Und dabei soll Heidi nur die Erste im Lidl-Fashion-Bunde sein.

Eine „Lidl Fashion Week“ soll es künftig geben, online und in den Stores. Da müssen sich Berlin, Paris, Mailand, New York warm anziehen. Wer wohl in Klums Fußstapfen treten darf? Michael Michalsky vielleicht? Man darf gespannt sein. Auf den Look, die Preise, die Werbung. Letztere könnte doch Topmodel-Gewinnerin Céline übernehmen müssen… sorry, dürfen. Und Thomas und Michi liefern den Soundtrack dazu, nachdem ihr Playback beim Finale doch so schön gewesen war, um es im Klumschen Deutsch zu sagen. Für alle, für die es dann beim prognostizierten Run auf die Range heißt „Ich habe heute leider kein Teil für dich“, findet sich sicherlich noch irgendein wichtiger Award à la „der beste Walk“ zur Filiale oder „die größte Shopping-Personality“. Nur so als Vorschlag…

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