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Jute Sache!  /  18.10.2011

Auch wenn sich mittlerweile häufig über die so genannte Individualität der Berliner lustig gemacht wird und der typische Hauptstädter mit Nerdbrille, schrägem Haarschnitt und Jutebeutel teils fast schon gehässig skizziert wird – Leinenbeutel können, mit etwas Ironie getragen, nach wie vor cool aussehen.

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

Mad in Berlin

We make the Cake

We make the Cake

Muschi Kreuzberg

Muschi Kreuzberg

JR Sewing

Schlendert man durch die Straßen Berlins, ist ein Accessoire allgegenwärtig: der Jutebeutel. Für Menschen, die aus kleineren Städten in die Hauptstadt ziehen, ist das erfahrungsgemäß meist nicht nachvollziehbar – kennen sie den Leinensack doch ausschließlich vom Gang zum Supermarkt. In Großstädten ist der Beutel hingegen schon seit längerem zum täglichen Begleiter avanciert und aufgrund der mittlerweile vielfältigen Auswahl sollen jetzt hier die kreativsten Modelle vorgestellt werden.

Besonders für Hauptstädter hat das 2004 gegründete Label Mad in Berlin – übersetzt „Verrückt in Berlin“ – witzige Beutel in petto, deren Motive sich von der dortigen Kultur inspiriert zeigen. So charakterisiert beispielsweise der Print „Berlin Schisie“ die Hauptstadt auf dem einen und der Spruch „Lass liejen, tritt sich fest...“ auf dem anderen Jutebeutel. Außerdem gibt’s Motive verschiedener Bezirke und Sehenswürdigkeiten wie vom Frankfurter Tor, von Friedrichshain oder vom Fernsehturm – letzterer wird wahlweise mit „Godzi“ oder dem Zusatz „Meins“ von schnöde zu amüsant umgestylt. Unterhaltsam ist auch der Beutel „Pummelfee“ mit dem Spruch „Eijentlich haben alle det richtije Jewicht, bloß manche sind ’n bisschen zu kleen dafür“. Mad in Berlin-Beutel – und auch Shirts – könnt ihr unter anderem im Webshop des Brands und im Store sowie auf dem Mauerpark-Flohmarkt in Berlin erstehen.

Neben Mad in Berlin kommen auch die Jutebeutel von We make the Cake, erstehbar im Webshop des Labels, alles andere als langweilig daher. Der Aufdruck „George, Gina & deine Mudder“, mit dem das von Hanna Janzen und Inga Stichling gegründete Brand bekannt geworden ist, wurde mittlerweile durch diverse weitere Prints ergänzt. Für Anti-Vegetarier findet sich ein Beutel mit dem schlichten Schriftzug „Fleisch“ und ein weiterer mit einem Dönerspieß-Print, frisch Verknallte könnten sich die Tasche „You turn my legs into spaghetti“ zulegen und zu Feierwütigen passt das gute Stück „Im Rausch mit Freunden“.

Durchaus provokant zeigen sich die „juten“ Beutel von Muschi Kreuzberg – man beachte insbesondere die Models und die Produktbeschreibungen im Onlineshop. Für Fans des Streifens „Prinzessinnenbad“ gibt es mit dem Jutesack „Ich komm aus Muschi, du Kreuzberg“ die Antwort auf das Filmzitat „Ich komm’ aus Kreuzberg, du Muschi“ und wer sein Accessoire einfach mal für sich sprechen lassen will, kauft sich die Tasche mit der Aufschrift „Jung und schlecht gelaunt“.

Zu guter Letzt sei noch ein Leinenbeutel vom Label JR Sewing erwähnt, der den für das Brand typischen Spruch „Is’ mir egal, ich lass das jetzt so“ trägt. Den in so vielen Lebenslagen passenden Beutel gibt’s beispielsweise online bei Dawanda. Des Berliners liebstes Accessoire kostet zwischen rund 8 und 20 Euro und liegt damit in einem durchaus erschwinglichen Preisrahmen. Wer selbst dafür gerade zu knapp bei Kasse ist, der kann sich als Übergangslösung ja einfach schon mal testweise Muttis Einkaufsbeutel schnappen.

Kristina Arens

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