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Einfach hairlich  /  29.02.2012

„August“ ist ein Teekesselchen: Zum einen ist das Wort ein Männername, zum anderen der achte Monat des Jahres. Und beide Bedeutungen spielten eine Rolle bei der Namensgebung des jungen Berliner Labels August, dessen erste Kollektion eine wahrlich haarige Angelegenheit ist.

Haare auf dem Rücken, in Nase oder Ohren und erst recht im Essen – auch wenn eine wallende Mähne, auf dem Kopf natürlich, durchaus anziehend wirkt, können Haare an einigen Stellen und in bestimmten Situationen einen gewissen Ekel auslösen. Und mit eben diesem zwiespältigen Gefühl spielt das junge Männer-Brand August in der ersten Kollektion. Das Thema wurde zunächst mit dem Ort des Fotoshootings aufgegriffen – ein Friseursalon – und dann mit den ausgefallenen Stücken des Labels fortgesetzt. So sind Hosen, Shirts, Taschen und Tücher allesamt mit Haar-Prints in verschiedensten Variationen versehen. Das Spiel mit der Ambivalenz geht bei Materialien und Schnitten in die nächste Runde. Hier heißt es: robust vs. weich und klassische Herrenkleidung vs. jugendliche Lässigkeit.

Hinter August stehen die beiden Modedesignerinnen Magdalena Kohler und Josephin Thomas. Magdalena ist auch eine von drei Gründern des Labels Trikoton, während Josephin sich unter anderem mit dem Styling von Bands beschäftigt. Das reichte den beiden aber nicht, sie wollten sich einen neuen Freiraum schaffen, in dem sie mit ihren Vorstellungen von Männermode experimentieren können. So wurde August geboren.

Und wie kam es zu dem Namen? Die Designerinnen suchten nach einem altmodischen, deutschen Männernamen, der sich an dem jugendlichen Stil der Marke reibt. Dass die erste Kollektion letztes Jahr im August fertig wurde, machte die Entscheidung leicht.

Im Juli 2012 soll es nun eine zweite Kollektion geben, bei der das Thema Haare allerdings keine Rolle spielen wird. Man darf gespannt sein, womit Magdalena und Josephin stattdessen experimentieren.

Die (haar)scharfen Teile der ersten Range werden bislang für 70 bis 450 Euro ausschließlich im Staub-Shop in Berlin-Kreuzberg verkauft, der sich an die Arbeitsräume der Designerinnen anschließt. Nach und nach sollen jetzt aber weitere Stores folgen, damit es künftig auch für Nicht-Berliner heißt: Haireinspaziert!

Kristina Arens

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