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Dekadente Decken-Kultur  /  28.06.2010

Wer Schals „kann“, dem sind auch Decken zuzutrauen. Denn im Grunde sind die geliebten Halsschmeichler doch nichts anderes als Plaids in Miniatur. Das beweist jetzt ganz stylisch das Label Uppercase.

"Reise nach Jerusalem"

"Perestroika"

Wer die Wahl hat...

Kaschmir und Merinowolle - auch im Sommer was Feines, da temperaturausgleichend!

"Hommage 14" links im Bild huldigt dem Stuhlklassiker von Thonet

Michael Thonets „Konsumstuhl Nr. 14“ wird bis heute als Stuhl aller Stühle geschätzt und verehrt. Nun taucht die charakteristisch geflochtene Sitzfläche, das so genannte Wiener Geflecht, des 1859 entwickelten Klassikers unter dem Namen „Hommage 14“ als überdimensionales Muster auf einem Kaschmir-Plaid auf. Denn das Hamburger Label Uppercase, bisher bekannt für seine kuscheligen Schals mit ausgefallenen Grafiken in unzähligen Farbvarianten, hat mit den Linien „Plaid-Back Cashmere“ und „Plaid-Back Merino“ zwei neue Kollektionen ins Leben gerufen, die sich mit der Kultur des heimeligen und zugleich stilvoll-luxuriösen Zudeckens beschäftigen und dabei verschiedenen Design-Ikonen grafisch huldigen. So widmet sich das Motiv „Reise nach Jerusalem“ neben dem Thonet „Nr. 14“ weiteren Stuhl-Klassikern von Mies van der Rohe, Arne Jacobsen, Verner Panton und Konstantin Grcic. Auch andere Themen werden humorvoll aufgegriffen und grafisch in Szene gesetzt: Das Modell „Perestroika“ ziert ein riesiges Hahnentrittmuster, dass sich in Auflösung, im Umbruch befindet und erinnert auf diese Weise mit einem Augenzwinkern an die Umwälzungen im Ostblock gleichzeitig ein Statement für individuelle Freiheit abgebend. Weitere Plaids tragen die viel versprechenden Titel „Illusion“, „Full of Beans“, „Lorem Ipsum“ und „Little Green Piece“.

Und weil das bei Design-Klassikern so gang und gäbe ist, haben auch die kuschligen Decken, die vor allem auch in langen Sommernächten auf dem Balkon taugen, ihren nicht ganz günstigen Preis. Man sollte den Kauf als Anschaffung fürs Leben betrachten und das Motiv mit Bedacht wählen. Denn der Plaid als Merino-Variante kostet 298 Euro, die Kaschmir-Ausgabe stolze 648 Euro. Dafür bringen alle Modelle aber zumindest auch ihren eigenen Baumwollbeutel mit, der zum Beispiel als Wäschebeutel zweckentfremdet werden kann. Die luxuriösen Plaids sind ab sofort im Uppercase Online-Shop erhältlich.

Simone Reiner

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©2001 - 2013 FIRST BLUE VERLAG | LETZE AKTUALISIERUNG 18.06.2013 - 18:03 Uhr
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